Fragen und Antworten

Vertragliches

In welcher Form wird über die Wertentwicklung laufender Vorsorgeverträge informiert?

Sie erhalten jährlich von uns eine Mitteilung, die Sie über den Wert der Anteilseinheiten beziehungsweise den Wert des Vertragskapitals informiert. Bei Bedarf können Sie eine aktuelle Wertmitteilung auch bei uns anfordern.

Warum ist die Beitragsdynamik, festgehalten bei Vertragsabschluss, so wichtig?

Bei Vertragsabschluss haben Sie sich für eine jährliche Dynamik Ihrer Beiträge entschieden. Der Einschluss einer Dynamik ist sinnvoll, da durch die Inflation der Wert des Geldes über die Jahre hinweg immer weiter abnimmt. Die Dynamik wirkt dem Wertverlust entgegen, da sich durch das Ansteigen der Beiträge auch höhere Versicherungsleistungen ergeben.

Mit der Beitragsdynamik sichern Sie sich zusätzlich das Recht auf eine regelmäßige und automatische Beitragsanpassung ohne erneute Gesundheitsprüfung ab.

Haben Sie mit Ihrem Vertrag eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung abgeschlossen, erhöht sich auch die Berufsunfähigkeitsrente. Damit sichern Sie Ihre Kaufkraft und damit Ihren gewohnten Lebensstandard für die Zukunft ab.

Wie können Zahlungsschwierigkeiten überbrückt werden?

Welche Alternativen bei Ihrem Vertrag möglich sind, können Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen nachlesen oder in einem persönlichen Gespräch mit Ihrem Vermittler oder unserem Kundenservice klären. Wir finden gemeinsam eine passende Lösung.

Welche Nachteile bringt eine Kündigung des Vorsorgevertrages mit sich?

Die vorzeitige Kündigung Ihres Vertrages kann weitreichende Auswirkungen auf Ihre Vorsorge haben und für Sie mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden sein. Das gilt besonders bei einer Kündigung in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss. Dies liegt unter anderem daran, dass aus Ihren Beträgen auch Abschluss- und Vertriebskosten entnommen werden.

Wenn Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Vermittler oder rufen Sie uns an.

Was ist zu beachten, wenn für Sie keine Alternative zur Kündigung infrage kommt?

Eine Kündigung kann nur schriftlich zum Schluss der Versicherungsperiode unter Vorlage des Versicherungsscheins erfolgen, also zum Monats-, Quartals- bzw. Jahresende – je nach vereinbarter Zahlungsweise. Dafür genügt ein von Ihnen unterzeichnetes, formloses Schreiben. Bitte achten Sie dabei auch auf etwaige Dritte, deren Einwilligung bei einer Kündigung notwendig ist (z.B. nach einer Sicherungsabtretung).

Fondsauswahl- und wechsel

Fallen beim Fondskauf Ausgabeaufschläge an?

Nein, es fallen keine Ausgabeaufschläge an.

Was bedeutet Switchen und Shiften?

„Shiften“ bedeutet, dass das vorhandene Fondsvermögen in neue Fonds investiert wird. Beim „Switchen“ werden künftige Sparbeiträge in neue Fonds investiert.

Wo können Sie Ihre aktuelle Fondsübersicht einsehen?

Ihre aktuelle Fondsübersicht finden Sie in der letzten Mitteilung zum Stand der Versicherungsleistung.

Was versteht man unter dem Cost-Average-Effekt?

Investieren Kunden regelmäßig gleiche Beträge zum Beispiel in eine fondsgebundene Versicherung, können sie vom so genannten Cost-Average-Effekt („Durchschnittspreiseffekt“) profitieren. Dieses einfache Prinzip beruht darauf, dass man stets für den gleichen Betrag Fondsanteile erwirbt – unabhängig vom aktuellen Kurs. Das heißt, bei sinkenden Kursen erwirbt man eine größere Anzahl Anteile, bei steigenden Kursen eine geringere Anzahl.

Langfristig betrachtet bedarf es also keiner durchgängig steigenden Märkte, um eine positive Wertentwicklung zu erzielen. Kursschwankungen sind kein Grund zur Beunruhigung, wenn sich der Fonds gegen Ende der Laufzeit vorteilhaft entwickelt.

Steuerliche Behandlung

Welche steuerlichen Vorteile bietet eine Fondspolice?

Im Gegensatz zu normalen Fondsdepots müssen Sie innerhalb einer Fondspolice ihre Zins- und Dividendenerträge nicht jährlich versteuern.

Ein Fondswechsel zur Optimierung Ihrer Anlagestrategie im Rahmen einer Fondspolice löst zudem keine Kapitalertragssteuer auf Kursgewinne aus.

Bei Fondspolicen, die nach dem 31.12.2004 abgeschlossen worden sind, unterliegt jedoch mit Ablauf der Versicherungslaufzeit (im Erlebensfall) und im Falle des Rückkaufs/der Kündigung der Unterschiedsbetrag zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der Beiträge (= Erträge) dem Kapitalertragsteuerabzug in Höhe von 25 Prozent.

Mit Einführung der ab dem 1.1.2018 geltenden Investmentsteuerreform wurden inländische Publikumsfonds mit bestimmten Erträgen selbst steuerpflichtig. Im Gegenzug hat der Gesetzgeber eine pauschalierte Entlastung auf Ebene des Anlegers vorgesehen. Diese Entlastung gilt auch für den Anleger, der über einen Versicherungsvertrag an Publikumsfonds beteiligt ist.

Bei Versicherungsverträgen sieht die Regelung vor, dass bei Ermittlung des steuerpflichtigen Unterschiedsbetrags (= Erträge) pauschal 15 Prozent von den ab 1.1.2018 erwirtschafteten Kapitalerträgen aus Publikumsfonds (Ausschüttungen und Wertsteigerungen) steuerfrei sind.

Sind Sie bei Vertragsende mindestens 62 Jahre alt (oder 60 Jahre bei Verträgen, die vor 2012 geschlossen wurden) und läuft Ihre Police seit mindestens zwölf Jahren, werden bei Kapitalauszahlung nur 50 Prozent der Erträge mit dem individuellen Steuersatz besteuert.

Wird bei Rentenversicherungen die Verrentung gewählt, werden die Erträge der Aufschubphase nicht besteuert. In der Rentenbezugsphase wird die Rente mit dem Ertragsanteil besteuert.

Warum ist es empfehlenswert Verträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden, fortzuführen?

Bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, gilt: Die Kapitalerträge kommen im Erlebensfall oder bei Kündigung i.d.R. steuerfrei zur Auszahlung, wenn eine laufende Beitragszahlung von mindestens fünf Jahren vereinbart wurde und die Auszahlung frühestens nach Ablauf von zwölf Jahren seit dem Vertragsabschluss erfolgt. Durch eine Kündigung Ihres Vertrages verlieren Sie diesen Vorteil.

 

 

Wie werden zukünftige Rentenzahlungen aus privaten Rentenversicherungen besteuert?

Das bis zum Rentenbeginn aufgebaute Fondsvermögen bleibt steuerfrei erhalten und steht für die Verrentung zur Verfügung. Mit Beginn der Rentenzahlung erfolgt nur eine Besteuerung des sogenannten Ertragsanteils, der vom Gesetzgeber in Abhängigkeit vom Alter bei Rentenbeginn festgelegt wurde (Ertragsanteilsbesteuerung). Der jeweilige Ertragsanteil wird mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.

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